Als Amanda Clements, eine unserer Kundenberaterinnen, Megalac an ihre eigene Hampshire Down Zuchtherde verfütterte, ergab sich die Gelegenheit zu beobachten, wie sich das Produkt unter anderen betrieblichen Bedingungen bewährt.
In den sechs Wochen vor dem Ablammen erhielten die Mutterschafe zusätzlich zu ihrer üblichen Vorlammration 50 g Megalac pro Tier und Tag. Entscheidend dabei: Es wurden keine weiteren Änderungen vorgenommen. Futter, Raufutter und Management blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Kolostrumqualität: ein starker Start
Als Erstes wurde die Kolostrumqualität betrachtet, gemessen mit einem Brix-Refraktometer.
Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war deutlich erkennbar. Die Werte stiegen von rund 24 mg/ml auf 27 mg/ml und lagen damit klar über dem, was allgemein als guter Wert für die Gesundheit und Immunität der Lämmer gilt.
In der Praxis bedeutet das einen besseren Start für die Lämmer, mit einem stärkeren passiven Transfer in den ersten Lebensstunden.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist das nicht überraschend. Die Fütterung von pansengeschütztem Fett in der späten Trächtigkeit erhöht die Energiedichte der Ration, ohne die Pansenfunktion zu beeinträchtigen. Diese zusätzlich verfügbare Energie kann sowohl die Kolostrumproduktion als auch deren Qualität unterstützen, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem der Bedarf besonders hoch ist.

Lammleistung: gleiches System, anderes Ergebnis
Der aussagekräftigere Teil zeigte sich in den Wochen nach dem Ablammen.
Die Geburtsgewichte blieben gleich, doch die Wachstumsraten veränderten sich:
- Bocklämmer vom selben Vaterbock wie im Vorjahr wogen im Alter von 100 Tagen rund 5 kg mehr.
- Die tägliche Lebendgewichtszunahme stieg von 450 g pro Tag auf 500 g pro Tag.
Bei sonst gleichbleibenden Bedingungen wuchsen die Lämmer schlicht schneller.
Das zeigt einmal mehr, wie stark die frühe Ernährung die spätere Leistung beeinflussen kann. Kleine Anpassungen bei den Mutterschafen wirken sich häufig erst bei den Lämmern richtig aus.
Warum das interessant ist
Megalac wird zwar meist mit Milchviehsystemen in Verbindung gebracht, doch das Prinzip gilt für Wiederkäuer allgemein gleichermaßen. Eine gezielte Unterstützung der Energieaufnahme zu entscheidenden Zeitpunkten, insbesondere in der späten Trächtigkeit und frühen Laktation, kann sich direkt auf Leistung und Effizienz auswirken.

Ein praktisches Fazit
Wie Amanda es beschreibt: „Die Kolostrumwerte waren schon ermutigend. Aber zu sehen, wie die Lämmer bei sonst unveränderten Bedingungen schneller wachsen, zeigt wirklich den Mehrwert von Megalac im System.“
Es ist ein einfaches Beispiel, aber ein aussagekräftiges. Wenn sich sonst nichts ändert und sich die Leistung trotzdem verbessert, liefert das etwas, das eine genauere Betrachtung wert ist.
Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie in der Zeit vor dem Ablammen mehr aus Ihren Mutterschafen herausholen können, lohnt sich möglicherweise ein Blick darauf, wie die Energie in der Ration bereitgestellt wird und ob geschützte Fette wie Megalac dabei eine Rolle spielen könnten.