Nichts ist schöner, als im Frühjahr die Stalltüren zu öffnen und zu sehen, wie die Kühe voller Energie auf die saftig grünen Weiden laufen.

Seit jeher gilt frisches Gras nach einem Winter im Stall als ideale und kosteneffiziente Futterquelle für Milchvieh. Doch das vermeintlich perfekte Grün bringt nicht nur Vorteile mit sich. Warum das so ist, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Eine ausgewogene Fütterung

Die intensiv grünen, frischen Weiden liefern zwar leicht verdauliches Futter mit hohem Zuckergehalt, es fehlt jedoch an ausreichender Struktur und an einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung für eine optimale Pansenfunktion. Das kann sich negativ auf Leistung und Fruchtbarkeit der Herde auswirken, besonders wenn hohe Milchleistungen angestrebt werden.

Der Wechsel von einer faser- und stärkereichen Winterration hin zu frischem Weidegras stellt den Pansen vor eine große Umstellung. Gerade junges Frühlingsgras enthält viel Zucker und Fett, aber wenig Faser. Dadurch wird es schneller fermentiert, was den pH-Wert im Pansen senken kann. Gleichzeitig fehlt der notwendige Strukturreiz für eine stabile Verdauung, sodass das Futter schneller den Verdauungstrakt passiert. In Kombination mit dem höheren Fettgehalt steigt das Risiko für Azidose und einen deutlichen Rückgang des Milchfettgehalts.

Fett als Teil der Lösung

Eine naheliegende Maßnahme ist die Ergänzung von strukturreichem Futter wie Stroh. Zwar kann dies den pH-Wert im Pansen stabilisieren und die Passage verlangsamen, gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass die Energieaufnahme sinkt und damit auch der Milchproteingehalt beeinträchtigt wird.

Eine sinnvollere Alternative sind leicht verdauliche Faserquellen wie Zuckerrübenschnitzel, Zitruspülpe oder Sojaschalen, die dem Kraftfutter beigemischt werden können. Sie unterstützen eine ausgewogenere Pansenfunktion. Im Gegensatz dazu kann der Einsatz stark fermentierbarer Kohlenhydrate, etwa aus getreidebasierten Kraftfuttern, das Risiko für Azidose erhöhen und den Milchfettgehalt weiter senken.

Da Fett eine besonders energiereiche Nährstoffquelle ist, lohnt sich zudem ein genauer Blick auf einzelne Fettsäuren und deren Einfluss auf die Leistung der Kühe, insbesondere in verschiedenen Laktationsphasen und unter Berücksichtigung betrieblicher Ziele.

In der frühen Laktation spielt C18:1 (Ölsäure) eine wichtige Rolle, da sie die Entwicklung befruchteter Eizellen unterstützt und die Einlagerung von Körperfett begünstigt, was sich positiv auf die Kondition der Tiere auswirkt.

Auch C16:0 (Palmitinsäure) ist von Bedeutung, da sie die Nährstoffverteilung zugunsten der Milchbildung beeinflusst und die Milchfettproduktion steigert. Ergänzungsfuttermittel mit einem hohen Anteil an C16:0 können helfen, den negativen Einfluss von jungem Frühlingsgras auf den Milchfettgehalt zu reduzieren, auch wenn sie nicht unbedingt die Kondition oder Fruchtbarkeit verbessern.

Milchfettrückgang

Die richtige Nährstoffstrategie wählen

Ein vielseitig einsetzbares Fettfuttermittel kann dabei helfen, die unterschiedlichen Anforderungen an die Fettsäureversorgung gezielt zu erfüllen, speziell in Betrieben mit ganzjähriger Abkalbung. Produkte mit einer ausgewogenen Kombination aus C16:0 und C18:1 unterstützen die Versorgung der gesamten Herde über alle Laktationsphasen hinweg und tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu optimieren.

Mega-Max

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